HHL und CTC kommen ins Geschäft
Die HHL Leipzig Graduate School of Management und das Center for the Transformation of Chemistry (CTC) haben eine Kooperation gestartet, um die Deep-Tech-Szene in Mitteldeutschland auszubauen. Ziel der Partnerschaft ist es, naturwissenschaftliche Forschung und Unternehmertum enger zu verknüpfen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in marktfähige Anwendungen zu überführen.
Mit der Zusammenarbeit wollen beide Einrichtungen Innovationen in den Bereichen Wissenschaft, Transfer und Bildung fördern. Geplant sind Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung, Austauschformate, Gründungsunterstützung sowie Konzepte zur Nutzung von geistigem Eigentum.
Gemeinsame Formate für Forschung und Unternehmertum
Die Kooperation umfasst gegenseitige Lehrbeiträge, gemeinsame Kurse und Workshops sowie praxisnahe Abschlussarbeiten auf Basis von Deep-Tech-Szenarien. Studierende sollen dadurch frühzeitig an wissenschaftsbasiertes Unternehmertum herangeführt werden.
Darüber hinaus planen HHL und CTC Austauschformate wie Lunch Talks und Mikro-Workshops, um Forschende aus Natur- und Wirtschaftswissenschaften miteinander zu vernetzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Geschäftsideen in frühen Entwicklungsphasen, insbesondere bei technologisch anspruchsvollen Deep-Tech-Projekten.
Unterstützung für Early-Stage-Projekte
Vorgesehen sind Matchmaking-Formate zur Teambildung, Meet-and-Learn-Sessions mit Alumni-Gründerinnen und -Gründern sowie Beratungsangebote für Early-Stage-Ideen. Zudem wollen beide Partner Ansätze entwickeln, um Technologien, geistiges Eigentum und die Produktentwicklung stärker miteinander zu verbinden.
Damit sollen langfristig tragfähige Kommerzialisierungspfade für Deep-Tech-Innovationen entstehen.
Kooperation bereits mit ersten Projekten sichtbar
Die Partnerschaft wird durch gemeinsame Veranstaltungsaktivitäten begleitet. Einen ersten Auftakt bildete die HHL Entrepreneurship Week im April in Leipzig. Dort präsentierte ein interdisziplinäres Team des CTC seine Forschung im Rahmen einer Poster-Session und eines Fachvortrags.
Prof. Dr. Tobias Dauth, Rektor der HHL: „Unsere Zusammenarbeit mit dem CTC ist ein Zugewinn für das Innovationsökosystem der Region. Gemeinsam bringen wir Talente, Technologien und unternehmerische Kompetenz zusammen und stärken so den Deep-Tech-Standort Mitteldeutschland."
Fokus auf Sciencepreneurship
Prof. Dr. Peter Seeberger, wissenschaftlicher Geschäftsführer des CTC: „Die Transformation der Chemie braucht mehr als exzellente Forschung – sie braucht Menschen, die wissenschaftliche Ideen in unternehmerische Lösungen übersetzen. Genau hier setzt unsere Kooperation mit der HHL an: Wir schaffen eine strukturierte Plattform, auf der betriebswirtschaftliche und naturwissenschaftliche Kompetenzen gezielt zu einem integrierten Sciencepreneurship-Ansatz zusammengeführt werden. Damit fördern wir aktiv die Entwicklung innovativer Geschäftsideen aus der chemischen Forschung und unterstützen deren Überführung in nachhaltige, marktfähige Anwendungen."



