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Westfälische Hochschule erhält 100.000 Euro

Westfälische Hochschule erhält 100.000 Euro

Die Westfälische Hochschule am Standort Recklinghausen erhält 100.000 Euro aus dem Förderprogramm des Fonds der Chemischen Industrie (FCI). Mit den Mitteln entwickelt die Hochschule zwei Lehrmodule, die Künstliche Intelligenz und Data Science in die Chemie-Studiengänge integrieren und Studierende auf datengetriebene Anwendungen in Forschung und Industrie vorbereiten sollen.

Die Förderung ist Teil eines bundesweiten Programms, mit dem der FCI insgesamt 19 Universitäten und vier Fachhochschulen mit rund 1,6 Millionen Euro unterstützt. Die Westfälische Hochschule beteiligt sich zusätzlich mit einem Eigenanteil von 30.000 Euro.

Data Science wird Teil des Chemiestudiums

Die neuen Lehrmodule richten sich an Studierende der Bachelor- und Masterstudiengänge Chemie. Sie verbinden experimentelle Laboranalytik mit Methoden des Data Mining und der Künstlichen Intelligenz, um Kompetenzen an der Schnittstelle von Chemie und Informatik zu vermitteln.

Ulrike Zimmer, Geschäftsführerin des Fonds der Chemischen Industrie: „Data Science gehört ins Chemiestudium. So stärken wir Qualifikation, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit."

KI analysiert Kaffee und Bier

Im Mittelpunkt der Lehrmodule steht die Arbeit mit einem hochauflösenden Flugzeit-Massenspektrometer. Studierende erstellen dabei molekulare Fingerabdrücke verschiedener Kaffee- und Biersorten und trainieren KI-Modelle, die anhand der Messdaten unbekannte Proben identifizieren.

Prof. Dr. Ingo Tausendfreund, Leiter der instrumentellen Analytik am Campus Recklinghausen: „Hochmoderne Analyseverfahren erzeugen Milliarden von Messdaten, die sich ohne leistungsfähige Computer nicht mehr sinnvoll auswerten lassen."

Lehrmaterialien sollen geteilt werden

Prof. Dr. Ingo Tausendfreund: „Wir schlagen eine Brücke zwischen Chemielabor und Informatik. Durch die neuen Lehrmodule verbinden wir klassische Laborarbeit mit modernsten Datenanalyse-Methoden und bereiten unsere Studierenden bestmöglich auf die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten chemisch-pharmazeutischen Industrie vor."

Die Hochschule plant, die entwickelten Lehrmaterialien und Datensätze so aufzubereiten, dass auch Hochschulen ohne eigenes hochauflösendes Massenspektrometer die Inhalte in ihre Lehre integrieren können. Damit soll das Konzept über den Standort Recklinghausen hinaus genutzt werden.

www.w-hs.de

www.vci.de

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